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Das Aostatal

Das Aostatal in Kürze

Das Aostatal, eine autonome Region Italiens, mit einer Ausdehnung von 3.262 qkm, liegt im Nord-Westen Italiens und zählt (Stand 31.12.2010) 128.230 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von 37,4 Einwohner/qkm entspricht. Der niedrigste Punkt liegt mit 340 m in Pont Saint Martin; der höchste Punkt mit 4.810 m auf dem Mont Blanc. Die mittlere Höhe liegt bei ca. 2.100 m.

Gran San Bernardo - Großer Sankt Bernhard

Mont Blanc

Matterhorn

Monterosa

Gran Paradiso

Das Aostatal beherbergt die höchsten Berge der Alpen. Neben den 20 Gipfeln, die höher als 4.000 m sind, ragen insbesondere der Mont Blanc (4.810 m) der Monte Rosa (Dufour Spitze 4.634 m), das Matterhorn (4.478 m) und schließlich der Gran Paradiso mit 4.061 m hervor.

Die 250 Gletscher des Aostatales bedecken eine Fläche von 120 qkm. Hier ist der Brenva Gletscher besonders hervorzuheben, der auf der Südseite des Mont Blanc bis auf 1.360 m, ganz in der Nähe des Eingangs zum Mont Blanc Tunnels, herabkommt. Weiterhin ist der Miage Gletscher mit einer Länge von 10 km zu nennen, der in einen Gletschersee mündet.

Zwischen 1977 und 1999 hat sich die Gletscherausdehnung um 34 qkm (18 %) reduziert. Aufgrund aktueller Studien besteht für rd. 40 Gletscher die Gefahr, dass sie bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sind, wenn sich die aktuelle Tendenz der Klimaerwährmung fortsetzt.

Man kann das Aostatal leicht erreichen. Von Deutschland kommend fährt man  durch die Schweiz am Genfer See vorbei und dann über den Grossen Sankt Bernhard (Gran San Bernardo) oder durch den Tunnel nach Aosta.


Wenn man über Mailand kommt (eine durchaus ernst zu nehmende Alternative), erreicht man das Aostatal von Süden. Es ist sehr beeindruckend, wie sich unvermittelt das Gebirgsmassiv der Alpen aus der Po-Ebene erhebt. Den Monte Rosa, der sehr dominierend ist, kann man schon von weit her sehen. Vom Aostatal sind Sie in einer Autostunde in Turin. Ein Besuch dieser Stadt lohnt sich auf jeden Fall.

Was ist nun das besondere am Aostatal

Wir sind davon begeistert, dass man hier auf viel Natur und unberührte Landschaften trifft. Es gibt viele Wanderwege (die allerdings nicht immer gut beschildert sind), wunderschöne Gletscher, Naturparks, reissende Bäche, Wald, Wiesen und Almen. Abgesehen von kleineren Bausünden aus den 60/70ger Jahren wird hier, insbesondere in den Seitentälern, der alpenländische Baustil der Region gepflegt: Naturstein, Holz und mit Granit gedeckte Dächer.

Wir vergleichen das Aostatal gerne mit Südtirol. Ob man von Frankfurt am Main nach Bozen oder Aosta fährt, die Entfernung ist gleich (von Stuttgart nach Verrès knapp 600 km, Fahrzeit bei guter Verkehrslage rund 5,5 Stunden). Von der landschaftlichen Vielfalt bietet das Aostatal mit seinen zahlreichen Viertausendern und Gletschern einiges, was man in Südtirol nicht findet. Allerdings ist das Wegenetz in Südtirol besser ausgeschildert. Im Aostatal sollte man immer eine gute Karte dabei haben, da oftmals an entscheidenden Stellen eine Richtungsangabe fehlt.

Während man in Südtirol oftmals auf bewirtschaftete Almen trifft, fehlt dies im Aostatal fast völlig (ausgenommen im Juli und August). Es empfiehlt sich daher immer, die Verpflegung im Rucksack mitzunehmen. Es ist halt alles viel uriger und abenteuerlicher. Auch Heimatabende sucht man vergeblich im Aostatal.

Ein Riesenvorteil hat mit der Deutschen Sprache natürlich Südtirol. Die findet man im Aostatal überhaupt nicht (ausgenommen ein begrenztes Gebiet im Gressoney  Tal – ein Überbleibsel der Walser). Neben der italienischen wird auch die französische Sprache gesprochen. In den Touristenzentren natürlich auch Englisch.