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Route Ayas

Route Ayas

Zusammenfassung

Diesem Weg, der mit einer Länge von etw 30 km das komplette Ayas Tal erschließt, haben wir den Namen „Route Ayas“ gegeben. Ausgangspunkt ist Verres, Ortsteil Torille. Um den ersten Anstieg zu umgehen, kann die Wanderung auch am Col d’Arlaz (1.000 m), oberhalb von Challand Saint Victor gelegen, begonnen werden. Hier am Col d’Arlaz hat man eine schoene Aussicht auf das Haupttal mit Saint Vincent und die umliegenden Berge sowie auf die Bergkette auf der anderen Seite des Ayas Tales.

Der Weg hat, bis auf wenige Ausnahmen, geringe Steigung. Allerdings ist der erste Anstieg von Verres recht steil, da in kurzer Distanz ueber 300 m Hoehendifferenz zu ueberwinden sind. Die Rote Ayas fuehrt in teilweise aussichtsreicher Lage das  Ayas Tal aufwaerts bis hinter Champoluc. Mit dieser Wanderung erschliessen Sie sich die Schoenheiten des Ayas Tales.

Ausgangspunkt

Torille, ein kleiner Ortsteil von Verres, liegt an der Bundesstrasse,  etwa einen knappen Kilometer von der Autobahnausfahrt entfernt (in Richtung Montjovet). Wenn Sie beispielsweise im Hotel Chez Pierre Quartier bezogen haben, sind Sie ohne das Auto bewegt zu haben in etwa 15 Minuten in Torille.

Ziehen Sie den Col d’Arlaz fuer den Start der Wanderung vor, dann geht es von Verres die Strasse ins Ayas Tal hinauf. Nach einigen Kehren erreichen Sie den Ort Challand Saint Victor, den Sie durchfahren. Am nächsten Weiler (ein Ortsteil con Challand Saint Victor) geht links ein kleines Straesschen ab (ca 8,5 km von Verres – Wegweiser Montjovet). Sie folgen der schmalen aber gut ausgebauten Strasse, die sich in wenigen Kehren talaufwärts (rd. 2 km) bis zum Pass Col d’Arlaz windet. Hier am Rande der Strasse koennen Sie Ihr Auto gut abstellen.

Beschreibung des Weges

In Torille hinter der Bushaltestelle befindet sich ein grosser Parkplatz. Stellen Sie bitte hier Ihr Auto ab und gegen Sie noch etwa 50 m an der Bundesstrasse entlang. Hinter der Bar  “Gasoline” geht rechts eine Strasse ab, der Sie folgen. Die Strasse steigt zu Beginn leicht an; bald endet der alphaltierte Teil. Die Steigung nimmt jetzt zu und es geht steil aufwaerts auf einem unbefestigten Wirtschaftsweg. Je weiter Sie hinauf kommen umso mehr oeffnet sich der Blick, insbesondere auf den Mont Avic und das Champdepraz Tal.

Vorbei an verlassenen Haeusern erreichen Sie bald nach einem weiter steil ansteigenden Abschnitt eine Alm (nicht bewirtschaftet), wo das steilste Stueck des Weges endet. Jetzt wird der unbefestigte Wirtschaftsweg verlassen (Weg-Nr. 1, gelbe Markierung). Vorbei an einer kleinen Betstelle fuehrt der Weg wieder in den Wald hinein. Folgen Sie dem Pfad und den ab und zu angebrachten Markierungen. Sie ueberqueren einen nicht mehr genutzten Bewaesserungskanal und folgen dem Weg weiter aufwaerts.

Bald haben Sie eine kleine Hochflaeche erreicht, wo sich der Blick nach Norden auf den Monte Zerbion oeffnet. Halten Sie sich bitte rechts (gelbe Markierung) und folgen Sie dem kleinen aber gut sichtbaren Pfad. Jetzt werden Sie fuer die Muehen des steilen Anstieges belohnt, da der Weg jetzt am Steilhang (bitte aufpassen) mit schoenen Tiefblicken und geringer Steigung verlaeuft. Bald ist das erste Etappenziel, der Lago Villa, nach 1,5 Stunden erreicht. Dieser kleine See, der durch unterirdische Quellen gespeist wird, ist Teil eines Naturschutzgebietes, in dem noch viele seltene Pflanzen wachsen.

Lassen Sie den See links liegen und gehen rechts aufwaerts auf die geteerte Fahrstrasse, die leicht ansteigt. Nach etwa 500 m befindet sich auf der linken Seite eine Info-Tafel ueber das Naturschutzgebiet. Kurz danach zweigt rechts ein Weg ab, der in gut 10 Minuten zur Burgruine Villa fuehrt. Dieser Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, da Sie von der Burgruine einen sehr schoenen Blick haben.

Zurueck auf der Fahrstrasse folgen Sie dieser oberhalb des Ortes Villa. Nach etwa 20 Minuten kommen Sie an einem Parkplatz (fuer etwa 20 PKW) auf der linken Seite. Biegen Sie hier links ein und dann die erste Strasse wieder rechts ab. Nach etwa 300 m hoert die asphaltierte Srasse auf und ein unbefestigter Wirtschaftsweg beginnt. Folgen Sie diesem und nach 10 Minuten haben Sie die Fahrstrasse erreicht, die auf den Col d’Arlaz fuehrt (siehe oben). Folgen Sie dieser Fahrstrasse (ganz wenig Verkehr) bis zum Col (rd. 25 Minuten)

Am Col d’Arlaz angekommen folgen Sie dem Sie dem Waldweg, der dem Bewässerungskanal aufwärts folgt.

Das Wasser des Kanals dient zur Bewässerung der Wiesen und Felder von Montjovet. Es wird unterhalb der Gemeinde Brusson (siehe weiter unten) dem Fluss Evancon entnommen. Das Aostatal ist eine Region mit geringen Niederschlagsmengen, wo das Wasser der abschmelzenden Gletscher schon seit Jahrhunderten zur Bewässerung der Wiesen, Weiden und Felder dient.

Nach kurzer Zeit hören Sie das Getöse eines kleinen Wasserfalls. Dort stürzt das Wasser des Kanals über eine Felskante etwa 15 m in die Tiefe. Der Weg führt dicht vorbei (Achtung Spritzwasser) und steigt leicht an (schöner Ausblick ins Tal). Vom Kanal ist jetzt nichts mehr zu sehen. Vorbei an großen Wasserrohren, die das Wasser für ein Kraftwert unten im Tal liefern, führt der Weg weiter durch Wald und erreicht bald wieder den Kanal.

Der Weg, weiter leicht ansteigend entlang des Kanals, erreicht schließlich Orbeillaz, ein Ortsteil von Challand Saint Anselme. Folgen Sie jetzt der geteerten Strasse durch den Ort mit zum Teil für die Gegend typisch alten Häusern. Vorbei an einer kleinen Kapelle mit Brunnen führt die Strasse leicht bergab. Unser Weg biegt fast am Ortsrand links ab (Wegweiser), um bald wieder dem Kanal zu folgen.

Die „Route Ayas“ führt teilweise über Wiesen, durch Wald und unter Felsabstürzen entlang, immer dem Kanal folgend, mit teilweise schönen Weitblicken in das Ayas Tal.

Nachdem der Weg oberhalb eines Camping Platzes vorbei gegangen ist, nähert er sich jetzt dem Talboden. Das Landschaftsbild hat sich geändert und wirkt jetzt alpiner.

Bald liegt auf der rechten Seite des Weges die kleine Siedlung Arcesaz mit hübschen alten Häusern, die teilweise sehr schön restauriert sind und jetzt als Zweitwohnungen genutzt werden (eine Abzweigung führt in den Ort). Hier haben Sie die Moeglichkeit zur Einkehr (Restaurant mit Bar) sowie das kleine preisguenstige Hotel Croce Bianca

Unser Weg wird jetzt zu einem kleinen Pfad, der teilweise durch überhängende Äste beschwerlich zu begehen ist. Nach etwa 200 m ist die Engstelle überwunden. Alternativ hierzu können Sie auch den breiten Fahrweg gehen,  der parallel zum Kanal über Wiesen verläuft. Bitte gehen Sie hierzu an der  Abzweigung in Richtung des Dorfes, um dann links dem Weg über die Wiesen zu folgen. Die „Route Ayas“ folgt weiter dem Kanal, wieder teilweise durch Wald. Das Tal ist jetzt enger geworden und die Strasse, die durch das Ayas Tal fuehrt, ist nicht mehr weit entfernt.

Bald wird die kleine Häusergruppe Ponteille erreicht, wo eine kleine Fahrstrasse überquert wird. Der Weg ist fast auf gleichem Niveau mit dem Evancon. Nach wenigen Metern verlassen wir den Kanal, der zwischen Bäumen und Sträuchern zu seinem Ausgangspunkt führt. Hier biegt unser Weg links ab, der jetzt ansteigt, um eine Talstufe zu überwinden. Durch lichten Kieferwald geht es aufwärts. Bald erreichen Sie eine Holzbrücke, die über den Evancon führt. Gleichzeitig sehen Sie links die Geräte eines Trimm DichPfades. Hier gibt es jetzt zwei Möglichkeiten für den weiteren Verlauf (bei beiden Wegen haben Sie die Moeglichkeit zur Einkehr).

  • Folgen Sie dem Trimm Dich Pfad durch den Wald, der leicht ansteigt (Gerätenummern absteigend hin zur Nummer 1) und dann in einen ebenen Teil übergeht. Sie erreichen so die Fahrstrasse, die von Brusson zum Col de Joux führt.
  • Gehen Sie über die Holzbrücke und folgen Sie dem Weg, der dicht am Fluss verläuft, um dann wieder über eine weitere Holzbruecke auf die andere Flussseite zu wechseln. Folgen Sie dem Weg, der über Wiesen führt und dann leicht ansteigt. Der Weg gelangt zu einem Restaurant (empfehlenswert). Gehen Sie daran vorbei (oder kehren Sie ein), um dann die Strasse, die von Brusson auf den Col de Joux führt, zu erreichen.

Gehen Sie über die Strasse (vom Trimm Dich Pfad kommend ca 50 m in Richtung Brusson) und folgen dem Weg auf der anderen Straßenseite. Bald können Sie den kleinen See von Brusson sehen. Gehen Sie hinab zum See, an dessen Ufer weiter bis zur Mündung des Evancon in den See. Auf der anderen Seite des Sees können Sie eine große Wiese erkennen, die in den Sommermonaten, besonders an den Wochenenden, stark bevölkert ist.

Unser Weg folgt weiter dem Evancon, an den Biathlon Schiessanlagen vorbei bis zu einer Holzbruecke, die wir überqueren. Hier geht es jetzt auf der linken Flussseite (gesehen in Flussrichtung) über Wiesen weiter. Bald nähert sich der Weg der Fahrstrass, um dann wieder durch Wald direkt am Fluss entlang, vorbei an den Beschneiungsanlagen für den Langlauf, weiter Talaufwärts zu führen. Über eine Holzbruecke geht es auf die andere Flussseite immer dicht am Wasser des Evancon entlang. Bald tauchen links einige Felswände auf, die gerne zum Klettern genutzt werden.

Weiter dem Fluss aufwärts folgend erreichen wir Extrepieraz. Hier wird die Schönheit der Landschaft durch einige Campingplätze gestört, die in keiner Weise ins Landschaftsbild passen. Der Weg folgt der geteerten Strasse nach links aufwärts. An einer Bar und einem unordentlichen Bauernhof vorbei geht der Weg aufwärts bis zum kleine Weiler Servaz (Wegmarkierung 1). Der Weg führt durch den Weiler an einer kleinen Kapelle vorbei und steigt dann über die Wiese an. Hier ist wieder eine Talstufe von etwa 200 m Höhendifferenz zu überwinden. Der Weg geht jetzt durch Wald. An einer Waldwiese ist die Wegführung nicht ganz eindeutig. Hier gibt es zwei Möglichkeiten.

  • Rechts ansteigend führt der Weg mit der Markierung 1. Der Weg ist sehr steil und verläuft in einem kleinen Einschnitt über viel Geröll und umgestürzte Bäume bis hinauf zu einem kleinen Kirchlein. Von dort wieder abwärts zum Kindererholungsheim Don Bosco.
  • Links haltend entlang einer Wasserleitung, leicht ansteigend, vorbei an Lichtungen mit Feuerstellen. Im weiteren Verlauf, an einer kleinen Lichtung biegt der Weg scharf rechts ab, geht leicht ansteigend durch lichten Wald und erreicht ebenfalls das Erholungsheim Don Bosco.

Von dort die kleine Fahrstrasse entlang zur Hauptstrasse, die hinauf nach Antagnod führt. Ungefähr 50 m auf der Strasse rechts abwärts, um dann gleich wieder links einzubiegen. Von hier hat man einen schönen Blick auf das obere Ayas Tal mit seinem vergletscherten Talabschluss. Oben am Hang liegt Antagnod mit seinem typischen Kirchturm. Der Weg führt jetzt an einer “Bausünde” aus den 60igern vorbei, hinab zum Evancon, an dessen Ufer entlang bis nach Perisac. Am Hotel Monte Rosa über die Brücke auf die andere Flussseite und denn dem Weg mit der Nr. 15 folgend.

Dieser Weg, mal dicht am Fluss, mal hoch über dem Fluss, führt in großen Teilen durch Wald. Kurz vor Champoluc mündet der Weg in eine große Wiese. Über diese hinweg werden bald die ersten Haeuser von Champoluc erreicht.

Der kleinen Ortsstraße folgend ist bald die Ortsmitte von Champoluc mit der schönen alten Kirch und dem hässlichen modernen Anbau erreicht.

Von hier links über den Fluss und etwa 150 m auf dem Buergersteig entlang der Strasse, die nach Antagnod führt. Dann biegt ein gepflasterter Fußweg rechts ab, vorbei am Hotel Ayas, entlang am, Evancon. Vom Weg hat man einen schönen Blick auf die Gletscher des Breithorns.

Weiter talaufwärts, an einem grossen Spielplatz vorbei, dann über eine Fahrstrasse hinweg, weiter dem Fluss folgend (leider wird das Landschaftsbild durch Camper gestört) durch Wald fast eben bis nach Frachey. Hier endet die „Route Ayas“, da das Talende jetzt nur noch über die Fahrstrasse erreicht werden kann.