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Wandertouren

Kanalweg

Monte Zerbion

Lago Bleu Champoluc

Lago Bleu Val Tournenche

Aosta

Mont Blanc

Gran Paradiso

Wandertouren im Aostatal

Hr. K. und Hr. W., vom 16.9. – 23.9.2006.

Wir haben ja einen reinen Wanderurlaub gemacht. 3 Touren direkt von Antagnod, 1 Tour nach Chamonix / Aiguille du Midi /Mont Blanc, 1 Tour zur Gran Paradiso Gruppe / Val Savarenche und schließlich ins Val Tournenche / Matterhorn / Breuil-Cervina:

3 Touren direkt von Antagnod:

1. Tour / Spaziergang
Höhenweg Nr. 5, - siehe Karte „Carta dei Sentieri“ – erhalten im Informationsbüro mitten im Ort von Antagnod:
Von Antagnod nach Saint Jacques, immer auf derselben Höhe (ca. 2000m) immer direkt an einem kleinen Bächlein / Natur-Kanal entlang, auf angenehm weichem Feld-, Wiesen- oder Waldboden – mit wunderbarem Ausblick auf Berg und Tal – schlichtweg ein Traum. Weil es so schön war, sind wir gar nicht nach St. Jacques abgestiegen und dann mit dem Bus zurück, sondern gleich wieder per pedes zurück. Eignet sich hervorragend zum Einstieg. Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Dauer: ca. 2 St. hin ohne Abstieg.

2. Tour
auf unseren Hausberg, den Mont Zerbion, 2722m. Lt. Rother-Wanderführer „Aostatal“ (Tour 10), den „Aussichtsbalkon des Aostatales“, was wir nur bestätigen können. Man sieht den Alpenhauptkamm, mit Matterhorn, etc. im Norden, die Gran Paradiso-Gruppe im Süden und mit Glück (hatten wir diesmal nicht, in der Richtung war Nebel) den Montblanc im Westen. Wir genossen ungestörtes Gipfelglück mit der 14m hohen Madonna bei kulinarischen Spezialitäten aus dem Aostatal. Unterwegs trafen wir nur ein paar Ziegen und 1 Wanderer. Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Dauer ca. 5 Std. hin und zurück.

3. Tour
 zum Lago Bleu, 2215, zum Fuße der Gletscher des Breithorns, etc. über eine der höchsten Hochflächen Europas, von St. Jacques aus. Siehe Rother-Wanderführer „Aostatal“, (Tour 7).  Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Dann ist die Anfahrt von Antagnod nach St. Jacques per Auto besser. Die Gegend um den See ist sehr karg, wie eben die Endmoränen so sind. Auch der Weg ist mitunter sehr steinig, kann aber zum Teil über einen „Fahrweg“ vereinfacht werden . Die ganze Tour hat zumindest in der Jahreszeit, wo wieder keine anderen Wanderer unterwegs waren, etwas Geheimnisvolles. Dauer von St. Jacques und zurück ca. 3,5 Std.
 

Dann Touren außerhalb Antagnod. Anfahrt per Auto.

1. Tour ins Val Tournenche zum Fuße des Matterhorns (bei Breuil Cervina).

Empfehlenswert ist die Route über den Col di Joux, abbiegen vor dem Ort Brusson. Direkt auf dem Col ein sehr nettes Restaurant mit Terrasse und wunderbarer Aussicht ins Val Tournenche. Unterwegs nach Breuil Cervina lugt immer wieder das Matterhorn mit seiner unbekannten Seite hervor, bis es schließlich den wohl schönsten Anblick direkt vom Lago Blu (ein kleiner Teich) preisgibt und sich bei klarem Himmel sogar in diesem spiegelt. Das ist das Postkarten- oder Urlaubsmotiv schlechthin. Also unbedingt direkt an der Strasse kurz vor Breuil-Cervina dem Holz-Schild „Lago Blu“ folgen bzw. direkt daneben anhalten und noch ca. 30m gehen. Das lohnt sich bestimmt. Danach z.B. siehe Rother-Wanderführer „Aostatal“, (Tour 11). Die Tour ist auch für Kinder geeignet. Leider konnten wir die Tour so nicht machen, da alle Lifte in Breuil-Cervina geschlossen waren. So sind wir nur ein bisschen Spazieren gegangen und haben ansonsten diese Retorten- / Geisterstadt Breuil-Cervina ab Mitte September, schnellstens verlassen. Schließlich haben wir uns noch Aosta mit seinen antiken Römer Bauwerken und seinen schönen Plätzen und Gassen angeschaut.


 2. Tour nach Chamonix auf den Aiguille du Midi mit Blick auf Mont Blanc / Westalpen

Anfahrt im Aostatal nach Chamonix durch zahlreiche Tunnels, inkl. des Mont Blanc Tunnels.
In Chamonix – per Seilbahn – auf den Aiguille du Midi - der absolute Höhepunkt bei gutem Wetter (was wir glücklicherweise wieder hatten) mit Blick über die gesamten Westalpen, insbesondere natürlich auf den fast greifbaren Mont Blanc und die Gran Paradiso Gruppe. Da fehlen uns einfach die Worte. Atemberaubend. Sicher einer der Höhepunkte im Leben was exponierte Aussicht auf die Wunder der Natur angeht. Das muß man einfach gesehen haben.

Anschließende Höhen-Wanderung von der Mittelstation der Aiguilles du Midi nach Montenvers immer mit Blick tief ins Tal auf Chamonix und die unzähligen Aiguilles von Chamonix auf der einen Seite und die Aiguilles Rouges auf der anderen Seite. Zu guter letzt – kurz vor Montenvers - steht man plötzlich vor dem legendären Mer de Glace – tatsächlich dem Meer aus Eis – fast genauso atemberaubend wie die Gipfelaussicht. In Montenvers, Rast auf der sonnenüberfluteten Terrasse eines und warten auf die Zahnradbahn, die uns schließlich wie aus anderer Zeit gemächlich und sicher zurück nach Chamonix bringt.

Flanieren und Bummeln durch den traditionellen gut bewahrten Ort, verpflegen mit französischen Köstlichkeiten, Espresso auf dem Marktplatz mit seiner alten Kirche mit Blick auf die unzähligen Aiguilles, die im Abendrot strahlen, genießen, und leider Rückkehr zum Auto und dann Rückfahrt nach Antagnod.
Es gibt wohl auch die Möglichkeit mit einem Ticket, das alle Fahrten mit Seilbahn und Bus beinhaltet, in Courmayer zu starten und von dort mit der Seilbahn auf die Punta Helbronner zu fahren – von dort mit 3 Eiergondeln auf die Aiguille du Midi – muß auch atemberaubend sein - und dann mit der Seilbahn nach Chamonix und mit dem Linien-Bus zurück nach Courmayer. Auch eine gute Alternative – so kann man 1 mal Mont Blanc Tunnel mit dem Auto sparen (sowohl finanziell als auch luft- und verkehrstechnisch).

Ich denke die Umgebung von Chamonix mit allen seinen Sehenswürdigkeiten ist allein schon mindestens einen 1-wöchigen Urlaub wert.
 

3. Tour ins Val Savarenche zum Gran Paradiso.

Fahrt ins Val Savarenche bis ans Ende nach Pont.
Vom Ausgangspunkt Pont, die Tour Nr. 40, siehe Rother Wanderführer „Aostatal“. Wir sind jedoch zur bekannten Rifugio Vittorio Emanuele II hochgestiegen. Eine wieder traumhafte Wanderung mit phantastische Ausblicken auf Berg und Tal. Auf der Rifugio waren wir mal wieder allein und konnten dort ungestört – bis auf ein paar Kolkraben – unser Picknick genießen. Unterwegs sind uns lediglich 3 Paare begegnet, wenn man an den in allen Wanderführern beschriebenen Rummel denkt, war das geradezu paradiesisch – eben Gran Paradiso – teilweise aber auch etwas unwirklich, ja fast unheimlich. Der Weg ist sehr angenehm und abwechslungsreich und auch von Kindern zu meistern. Zu guter letzt hat uns bereits im Tal bei dem angenehmen Laufen direkt am Fluß eine große Herde Steinböcke fast bis zum Ausgangspunkt begleitet. Wanderherz was willst du mehr… Dauer ca. 3,5 Std.